UNSERE GOTTESDIENSTE

  

Gottesdienste

WIR HABEN WIEDER  GESTARTET!

Da sich derzeit nur eine begrenzte Anzahl von Menschen zeitgleich in der Kirche aufhalten darf,

bitten wir um eine Vorabanmeldung per Mail oder Telefon (gerne auch AB), Sie können aber auch gerne spontan in die Kirche kommen, wenn noch Plätze frei sind, können Sie nach Hinterlegung Ihrer Kontaktdaten gerne am Gottesdienst teilnehmen.

 

Anmeldeschluss ist jeweils am Freitag 11 Uhr für den darauffolgenden Sonntag.

 

 

Das Presbyterium hat in seiner Juli-Sitzung beschlossen, dass das Tragen des Mund- Nasenschutzes während des Gottesdienstes fakultativ ist. Pflicht bleibt er nur beim Eintreten in die Kirche und, wenn Sie die Kirche verlassen.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

 

 

 

 

 

Sommerkirche:

  

 

02. August

8. Sonntag nach Trinitatis (Eph. 5, 8b.9)

11.00 Gottesdienst 

Pfarrer Oliver Bretschneider, musikalische Begleitung Wolfgang Reisert

 

09. August

9. Sonntag nach Trinitatis (Lk. 12, 48)

11.00 Gottesdienst 

Pfarrer Thomas Weckbecker

 

16. August

10. Sonntag nach Trinitatis (Ps. 33, 12)

10.00 Gottesdienst 

Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

 

23. August

11. Sonntag nach Trinitatis (1. Petr. 5, 5b)

10.00 Gottesdienst 

Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

 

30. August

12. Sonntag nach Trinitatis (Jes. 42, 3)

10.00 Gottesdienst 

Prädikantin Jeanette D‘Ans

 

Gottesdienste für Zuhause

Predigt achter Sonntag nach Trinitatis L
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Der Friede Gottes und die Liebe unseres Herrn Jesus Christus und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Amen.

 

Liebe Gemeinde!

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5, 8b-9) So steht es wie ein Segensvers über dieser dieser Gottesdienstfeier, über dieser Woche. Oder vielmehr werden wir daran erinnert, dass dieses Wort, dieser Auftrag, über unserem Leben steht.

Lebt als Kinder des Lichts.

Ich finde diesen Satz wunderschön, ich empfinde ihn geradezu als hypnotisch. Na klar! Was kann ich mir denn besseres wünschen? Als Kind des Lichts leben, Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit unter die Menschen bringen, selbst immer wieder neu vom Licht getragen zu sein, andere daran teilhaben zu lassen. Wie könnte ich das nicht machen wollen?

Aber dann setzt doch wieder eine Stimme in meinem Kopf ein: Na, du bist aber ein herzlich kleines Licht. Du hältst dich also für was Besseres. Was willst du denn verändern? Hast du dich mal umgeguckt in der Welt, was es alles zu tun gibt?

Wir sind weit davon entfernt, die Klimakrise zu lösen, die soziale Ungleichheit wird durch den Wirtschaftseinbruch in vielen Bereichen verstärkt, aber auch ohne diesen Rückgang basiert unser ganzes kapitalistisches System in erster Linie auf der Ausbeutung von Natur und Mensch zum Wohle relativ weniger. Sogar Staatenlenker scheinen Lüge und Betrug zu ihrem Markenzeichen gemacht zu haben.

Wo soll hier Licht herkommen? Wo sollen wir hier Licht hernehmen? Oder, wenn wir es doch mal gefunden haben, wie sollen wir uns das Licht in dieser Umgebung bewahren?

Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen – Die Geschichte einer Rettung. Denn manchmal passiert es ja, dass Menschen Rettung erfahren, wo keiner mehr daran geglaubt hat.

es ist eine biblische Geschichte und der Predigttext für heute, aus dem Johannesevangelium (Joh 9,1-7):

 

Jesus sah im Vorübergehen einen Menschen, der blind geboren war.

Im Vorbeigehen sah Jesus einen Mann, der von Geburt blind war.

Die Jünger fragten Jesus: »Rabbi, wer ist schuld, dass er blind geboren wurde? Wer hat hier gesündigt, er selbst oder seine Eltern?«

»Weder noch«, antwortete Jesus. »Vielmehr soll an ihm die Macht Gottes sichtbar werden.

4 Solange es Tag ist, müssen wir die Taten Gottes vollbringen, der mich gesandt hat. Bald kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann.

Doch solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.«

6 Dann spuckte er auf die Erde, rührte mit dem Speichel einen Brei an und strich ihn auf die Augen des Blinden.

Dann forderte er ihn auf: »Geh jetzt zum Teich Siloah und wasch dich dort.« Siloah heißt übersetzt: »der Gesandte«. Der Blinde ging hin, wusch sich, und als er zurückkam, konnte er sehen.Jesus sah im Vorübergehen einen Menschen, der blind geboren war.

Manchmal passiert es ja, das Wunder, dass Menschen Rettung erfahren, wo es aussichtslos zu sein schien, wie bei dem Blindgeborenen. Wer blind auf die Welt kommt, der hat eigentlich keine Chance auf Heilung.

Das muss ich vielleicht kurz erklären, damit deutlich wird, was diese Heilung, diese Rettung damit zu tun hat, dass wir als Kinder des Lichts leben sollen:

Es ist so, dass manche Augenerkrankungen in der Antike durchaus als heilbar galten, aber nicht eine Blindheit von Geburt an.

Und sogar noch schlimmer:

Manche Menschen glaubten, dass gerade eine solche Krankheit nur als Strafe von Gott kommen könnte. Deshalb fragen die Jünger auch: Hat er selber gesündigt, oder waren es seine Eltern, die Schuld daran haben?

Sie hätten das besser wissen können. Immerhin gibt es mit dem Buch Hiob ein ganzes Buch in den jüdischen Schriften, das davon handelt, dass auch noch so gottesfürchtige Menschen von schweren Krankheiten und Schicksalsschlägen betroffen sein können.

Und so sagt auch Jesus: Nein, niemand trägt hieran Schuld, aber die Macht Gottes wird hier offenbar. Und er heilt ihn, nichtmal eigentlich mit einem Wunder, sondern so, wie es ein Arzt der damaligen Zeit auch versuchen würde:

 

Denn Speichel galt als besonders heilkräftig gegen Augenleiden. Was Jesus tut, ist nicht das wunderbare, damit folgt er den Empfehlungen der Schulmedizin, so könnte man mit heutigen Worten sagen.

Aber dass es funktioniert, dass es zur Heilung eines blind Geborenen führt, obwohl eigentlich keine Hoffnung besteht, das ist das Wunder.

Im Handeln Jesu wirkt Gott am Menschen – ganz unabhängig von der Frage, woher die Blindheit des Blindgeborenen rührt.Die „Schuldfrage“ interessiert Jesus nicht. Er ignoriert sie mehr oder weniger, denn wenn es wichtig wäre, würde er die Jünger darauf hinweisen, dass der Blindgeborene nach ihrer eigenen Argumentation gar nichts dafür können kann, weil er dazu ja schon im Mutterleib hätte sündigen müssen. Das geht aber nicht.

Aber Jesus interessiert dieses ganze „Blame-Game“, diese ganze Schuldzuweisung nicht.

Jesus ist nicht auf die Vergangenheit fixiert, sondern schaut auf die Zukunft.

Jesus lehnt diese Strategie konsequent ab. Er legt Kranke und Leidende nicht auf die Vergangenheit fest. Er interessiert sich nicht für mögliche Ursachen in der Vergangenheit, er eröffnet vielmehr Zukunft – und zwar ohne zu zögern. Sein Blick ist nach vorne gerichtet, nicht nach rückwärts gewandt.

Und das bewirkt noch viel mehr, als nur die körperliche Heilung: Während im weiteren Verlauf all seine Freunde und sogar seine Familie ihn immer nur aus diesem Blickwinkel der Vergangenheit sehen, ihn sogar für einen Doppelgänger halten, weil sie sich die Heilung einfach nicht vorstellen können, begreift der Geheilte selbst immer deutlicher die Macht Gottes in Jesu Handeln, erkennt er immer deutlicher Jesus als das Licht der Welt.

Wie kommen wir dahin, dass wir als Kinder des Lichts leben?

Wenn wir diese Geschichte hören und weitererzählen – dann haben wir schon zwei, nein drei große Schritte ins Licht gemacht, oder vielmehr: drei große Schritte als Kinder des Lichts!

Wenn wir unsere Energie nicht darauf lenken, Anderen ihre Sünden vorzuhalten, vermeintliche oder tatsächliche, sondern uns unseren Mitmenschen mit Freundlichkeit und Güte zuwenden um dann gemeinsam nach vorne zu schauen, auf Gottes Zukunft für uns Menschen – dann bringen wir Licht in die Welt.

 

Das heißt nicht, dass unser Gegenüber nicht gegebenenfalls Verantwortung für die Taten der Vergangenheit übernehmen muss. Und das heißt schon gar nicht, dass die tatsächlich harte und vielleicht ungerechte Gegenwart ignoriert werden soll – ganz und gar nicht, zumal es schon zu Jesu Zeiten viele blind Geborene gegeben haben muss, die eben nicht geheilt werden konnten.

Aber die Barmherzigkeit, die Hoffnung, die daraus spricht, nicht auf die Vergangenheit festgelegt zu werden – die macht es oft genug überhaupt erst möglich, gemeinsam die Kraft zu finden, mit den Schatten der Vergangenheit umzugehen.

Der zweite Schritt ist: sich nicht davon schrecken lassen, was alles nicht möglich scheint. Damit meine ich nicht, die Probleme kleinreden. Aber die Perspektive wechseln.

Gesa Neitzel, eine deutsche Journalistin und Safari-Rangerin formuliert das schön [etwas paraphrasiert]: Wenn also alles in unserer Welt irgendwie kaputt ist, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass alles repariert werden muss – sprich: Aus dieser Sicht ergeben sich tausend neue Kombinationsmöglichkeiten für geniale Lösungen, derer sich geniale Menschen annehmen können. Wir brauchen nicht auf den Weltuntergang warten – wir haben einen Job zu erledigen: Mit dem, was uns einzigartig macht, die Welt ein kleines bisschen zu verbessern. Die Frage ist doch die – würden wir eine andere als die negative Geschichte über die Welt überhaupt wahrnehmen? Sind wir offen dafür, die positiven Nachrichten zu sehen?

Die Blindheit des Blindgeborenen ist laut Jesu Worten dazu da, durch ihre Heilung Gottes Macht zu erweisen.

Ja, es gibt viele, riesig große Probleme in unserer Welt. Und ja, natürlich sind die viel zu groß, als das irgendeiner von uns diese im Alleingang lösen kann. Aber wir können etwas zu Lösung beitragen. Und wir sind nicht allein. Vielleicht fühlen wir uns in diesen Zeiten einsamer als sonst. Aber wir sind nicht allein.

Wir haben so viele Menschen um uns herum, mit denen wir voller Hoffnung, voller Freundlichkeit, voller Güte in Kontakt treten können. Denen wir von unserem Licht geben können, damit sie selbst daran teilhaben können und es ihrerseits weitergeben können.

Es braucht dazu gar nicht so viel, wie wir vielleicht denken: denn, so haben wir ja im Lesungstext gehört: Eigentlich tragen wir das Licht ja schon in uns.

 

Wir müssen es nur auf einen Leuchter stellen und strahlen lassen. Ihr seid das Licht der Welt, hat uns Jesus gesagt. Wir sind das Licht der Welt.

Vielleicht denken Sie immer noch: Naja, etwas deutlicher hätte ichs schon gern, was soll ich denn nun tun: Und das ist der dritte Schritt als Kinder des Lichts, den wir alle machen können, gerade schon machen: Geschichten erzählen.

Lassen Sie uns Geschichten erzählen: Geschichten von unserem eigenen Gerettet-Werden, von unseren eigenen Hoffnungen und

Träumen einer hellen Zukunft, einer hellen Zukunft für uns selbst, für unsere Kinder, unsere Enkel, für die Welt.

Geschichten von Barmherzigkeit die wir erlebt oder geschenkt haben, von Freundlichkeit, von geteilter Freude und geschenkter Kraft.

Nicht, weil wir unsere Augen vor dem Leid auf der Welt verschließen, nein ganz und gar nicht, natürlich nicht: Sondern weil diese Geschichten von der Zukunft, die wir uns für alle Menschen erträumen schon der erste Schritt sind, die Kraft dafür zu wecken, die Welt zu verändern. Diese Geschichten lassen unser Licht leuchten.

Erzählen sie ihre ganz eigenen Geschichten des Lichts. Oder natürlich, wenn sie möchten: Hören Sie und Erzählen Sie die Geschichten der Bibel. Denn diese Geschichten wurden über Jahrtausende weitergegeben, damit sie auch für uns zu Geschichten des Lichts werden können. Es sind auch unsere Geschichten, es ist Ihre Geschichte.

Ihr seid das Licht der Welt.

Lebt als Kinder des Lichts; und die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

 

Und der Friede Gottes, der größer ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Sinne und unsere Herzen in Christus Jesus.

Amen.

 

Andachten der letzten Wochen zum  hören

Das Video ist ab dem 05.07.2020 online

Online ab 21.06.2020

Gottesdienst zu Mittsommer und Johannistag     21.6.2020

Liturgie Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

Predigt  Vikarin Inga Waschke

An der Orgel Margarita Wanner

Gesang Wolfgang Reisert

Andacht zum Sonntag Trinitatis  (7.6.2020)

Liturgie Vikarin Inga Waschke

Predigt Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

An der Orgel Margarita Wanner

Gesang Wolfgang Reisert

 

 

 

 

 

 

Zum Sonntag Exaudi am 24.05.2020

Zum Sonntag Rogate am 17.05.2020

Andacht zum Sonntag Rogate am 17.05.2020

zum Sonntag Kantate  am 10.05.2020

Gottesdienste werden jetzt digital gefeiert

Wo sind im Kirchenkreis Gottesdienste als Audiodatei oder Video oder livestream zu finden?

Andacht zum Hören, Mitmachvideo für Kinder, Livestream, Videogruß...

 Eine Terminübersicht über digitale Gottesdienste in der Evangelischen Kirche im Rheinland finden sie hier.

Ausgangskollekten 

 

Da wir zur Zeit leider keine Gottesdienste miteinander feiern können, hat das Presbyterium beschlossen,

für jede Ausgangskollekte

50,00 EUR für die festgelegten Zwecke weiter zu leiten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen und Ihrerseits den Betrag, den Sie sonst in die Kollekte werfen würden, an uns weiter leiten.

Sie können uns gerne einen Brief in den Briefkasten am Peter-Lemmer-Haus  werfen, oder das Geld überweisen an unser Konto bei der KSK Köln, IBAN DE77 3705 0299 0010 0005 03.

Sollten die gesammelten Kollekten unter dem Betrag von 50,00 EUR liegen, wird der Rest aus der Diakoniekasse unserer Kirchengemeinde übernommen.

Im April sind folgende Ausgangskollektenzwecke festgelegt:

 

05.04.2020 Diakonische Kinder- und Jugendhilfe / Spezielle medienpädagogische Angebote und Projekte rund um die digitale Kommunikation für Jugendliche, die kein behütetes Elternhaus haben.

 

09.04.2020 Äthiopien EOC DICAC  / Förderung von alternativen Einkommensmöglichkeiten zur Verhinderung von weiterer Abholzung der Wälder zwecks Verkauf von  Feuerholz

 

10.04.2020 Themensonntag für Gefährdete / Hilfe für Wohnungslose, Inhaftierte und Suchtkranke

 

11.04.2020 Brot für die Welt / Hunger nach Gerechtigkeit 

 

12.04.2020 Brot für die Welt

 

19.04.2020 Integrations- und Flüchtlingsarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland

 

26.04.2020 Bildungs- und Begegnungsarbeit im Ausland Talitha Kumi / Bildungszentrum nahe Bethlehem im Heiligen Land. 1851 von Kaiserwerther Diakonissen gegründet, liegt die Trägerschaft für die Schule heute beim Berliner Missionswerk.

 

Auch Spenden im Internet-Klingelbeutel sind möglich

Als Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden in der rheinischen Kirche flächendeckend und über mehrere Wochen Gottesdienste abgesagt. In die Kirchenkollekte kann aber dennoch gespendet werden: über den Internet-Klingelbeutel.

 

Die Abwicklung läuft über  das Spendenportal der KD-Bank auf dem nun auch als zusätzliche  Zahlungsmethode Paypal angeboten wird. Spenderinnen und Spender erhalten auf Wunsch für jede Spende eine Zuwendungsbestätigung, die einkommensteuermindernd eingesetzt werden kann.