Gottesdienste

Gottesdienste für Zuhause

In der Zeit des aktuellen Lockdowns werden wir an den Sonntagen im Januar keine Präsenzgottesdienste feiern.

Sonntag 24. Januar

 Video-Andacht der Emmaus-Gemeinde Bereich Honrath

 

Freigegeben ab 00:00 Uhr

 

 

 

 

Sonntag 31. Januar

 

10 Uhr Streaming-Gottesdienst in der Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid zur Eröffnung der ökumenischen Bibelwoche: https://www.youtube.com/channel/UCQmDcLyIEodOH_pV1ZnS4fg

 

Andachten im Rückblick

Andacht zum 1. Sonntag nach Epiphanias (10.01.2021)

 

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Als Spruch der Woche steht über diesem Sonntag ein Wort aus dem Römerbrief: Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8,14)

 

 

 

 

 

Als Wochenpsalm ist diesen Sonntag der 89. Psalm zugeordnet: Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich

und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für;

denn ich sage: Auf ewig steht die Gnade fest;

du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel.

“Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knecht, geschworen:

Ich will deinem Geschlecht festen Grund geben auf ewig

und deinen Thron bauen für und für. Er wird mich nennen: Du bist mein Vater, mein Gott und der Hort meines Heils.

Und ich will ihn zum erstgeborenen Sohn machen,

zum Höchsten unter den Königen auf Erden. Ich will ihm ewiglich bewahren meine Gnade,

und mein Bund soll ihm fest bleiben

Ich will ihm ewiglich Nachkommen geben

Und seinen Thron erhalten, solange der Himmel währt.“

 

Stern über Bethlehem, kehrn wir zurück

Steht noch dein heller Schein in unserem Blick; Und was uns froh gemacht, teilen wir aus. Stern über Bethlehem, schein auch zuhaus. (eg 546)

Die letzte Strophe dieses bekannten Weihnachtsliedes, liebe Gemeinde, wendet den Blick und führt aus dem Weihnachtsgeschehen zurück in den Alltag.

Von Weihnachten kommen wir her, die Festtage sind vorbei; der Alltag kehrt zurück, wenn auch gerade in reduzierter shutdown-Form. Mit dem hellen Schein des Weihnachtslichtes im Blick und der frohmachenden Botschaft im Herzen kehren wir zurück. Reich beschenkt sind wir: Gott selbst hat sich uns geschenkt; ist als Kind in diese Welt gekommen; ist und bleibt uns ganz nahe – ohne dass wir uns das irgendwie hätten verdienen können.

 

Das Licht von Weihnachten möge auch zuhause scheinen – mit diesem Wunsch endet das Lied vom Stern über Bethlehem. Und die Frage bleibt: Wie lässt sich das umsetzen? Was nehmen wir mit von der Weihnachtsbotschaft - mit hinein in unser Alltagsleben? Hat dieses Weihnachts-Geschenk Gottes an die Welt und an uns Menschen denn nun Folgen? Hat es Konsequenzen in unserem Leben?

Um genau solche Fragen und um Antworten darauf geht es im Predigttext für den 1. Sonntag nach dem Epiphaniasfest. Wir finden ihn im 12.Kapitel des Römerbriefes:

1 Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. 4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. 6 Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. 7 Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. 8 Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.

“Ich ermahne euch nun, liebe Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes” - so beginnt Paulus den zweiten Teil seines Briefes an die Gemeinde in Rom. In 11 Kapiteln hat er zuvor in vielen verschiedenen Facetten erklärt, wie diese Barmherzigkeit Gottes zu verstehen ist. “Rechtfertigung allein aus Glauben” – mit diesem Stichwort fassen wir gerne zusammen, was Paulus hier dargelegt hat. Gott hat diese Welt und ihre Menschen angenommen ohne Vorbedingungen und Vorbehalte, ohne Leistungskontrolle und Ansehen der Person. Er hat Ja gesagt zu dieser Welt und ihren Menschen - weil er sie liebt, allein aus Gnade und Barmherzigkeit, nicht weil wir es verdient oder uns erarbeitet hätten. Gott hat sich dieser Welt geschenkt – so haben wir es zu Weihnachten gefeiert. Weil wir dieses Geschenk erhalten haben, weil wir Gottes

grundlose Barmherzigkeit erfahren durften, können wir sie weitergeben an die Welt.

Dieses Weitergeben der Liebe und Barmherzigkeit Gottes, “das sei euer vernünftiger Gottesdienst” schreibt Paulus. Wie Gott euch dient, so dient ihr der Welt und den Menschen. Gebt weiter, was ihr an Liebe und Barmherzigkeit empfangen habt. Übernehmt Verantwortung für diese Welt – „lebendig, heilig, Gott wohlgefällig“, d.h. im Sinne Gottes, seinem Willen entsprechend und dem Leben dienend.

 

Das ist es, was Paulus als vernünftigen Gottesdienst bezeichnet. Das folgt aus erlebter Gottesliebe und Barmherzigkeit. So geht die Weihnachtsbotschaft weiter.

Dabei gilt: “Stellt euch nicht dieser Welt gleich!”

Es ist eine kritische Solidarität mit der Welt, die Paulus fordert. Passt euch nicht an und lasst euch nicht gleichschalten; unterscheidet euch von dieser Welt, aber scheidet euch nicht von ihr. Seid in der Welt, aber nicht von der Welt. Seid zeitgemäß, ohne dem Zeitgeist zu verfallen.

Weder Anpassung an die Welt noch Rückzug aus der Welt. Keine leichte Aufgabe, vor die wir als Christ*innen gerade auch in dieser Zeit gestellt sind. Wie reagieren wir auf die Fragen der Zeit zeitgemäß, ohne uns anzupassen, anzubiedern, dem allgemeinen Trend zu folgen, ohne andererseits aber weltfremd auf alten Formeln und Strukturen zu beharren und in den Augen vieler Menschen belanglos zu werden?

Der Maßstab des Apostels, den er uns für diese Aufgaben gibt, lautet: “prüft, was Gottes Wille ist”.

Wenn das denn immer so leicht wäre!

Und trotzdem ist und bleibt es der einzige Maßstab für unser Handeln als Christ*innen in dieser Welt. Immer wieder die Frage nach Gottes Willen stellen, die Frage, wie wir unsere Entscheidungen und Handlungen vereinbaren können mit Gottes Botschaft einer bedingungslosen Annahme und Rechtfertigung. Und damit der Welt auch diese Perspektive zur Beurteilung des aktuellen Zeitgeschehens zu geben.

Dabei braucht sich mit dieser Aufgabe keiner selbst zu überschätzen, und keiner braucht sich klein zu machen. Maßhalten ist das Stichwort des Apostels - jeder an dem Ort, an den er gestellt ist, jede mit den Fähigkeiten, die ihr gegeben sind - “ein jeder, wie Gott das Maß ausgeteilt hat.” Und gemeinsam, im gegenseitigen Ergänzen, wird dann ein ganzes daraus - wie bei dem einen Leib und seinen vielen Gliedern, die Paulus hier als Beispiel für das Zusammenwirken anführt.

Und weil wir denn alle unvollkommen sind und jeder seine Gaben und Schwächen hat, darum ergeht dieser Auftrag, den Willen Gottes zu prüfen, auch nicht an den einzelnen, sondern an die Gemeinschaft, an die Gemeinde.

Gemeinsam sollt ihr nach Gottes Willen fragen und gemeinsam zu einer Position finden in den Fragen, die die Welt an euch stellt. Nicht gerade einfach! Und eine Forderung, bei der wir auch immer wieder an unsere Grenzen stoßen und unsere Unvollkommenheit erleben werden,

bei der wir erleben werden, dass wir nicht wirklich das tun können, was wir tun möchten, dass wir beim Prüfen des Willens Gottes auch mal zu keinem Konsens kommen,

dass wir Aufgaben nicht erfüllen können, scheitern oder in Sackgasen geraten.

Doch dann dürfen wir uns an den Anfang des Predigttextes erinnern: an Gottes Barmherzigkeit. Paulus ermahnt durch die Barmherzigkeit Gottes; d.h. sie steht immer schon vor all unserer Unvollkommenheit. Auch in allem Bemühen, in allem Suchen und Fragen ist Gott mit seiner Liebe uns nahe. Das mag uns Gelassenheit schenken, wenn es

 

darum geht, die frohmachende Botschaft in die Welt zu tragen und im Alltag auszuteilen. Gelassenheit, weil Gott uns in all unserem Tun mit Barmherzigkeit begleitet. So können und dürfen auch wir barmherzig sein – mit uns und mit anderen.

Ein Stichwort, das uns übrigens durch dieses Jahr 2021 begleiten wird. In der Jahreslosung für dieses Jahr: Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.

Amen.

 

Gebet

Gott, du Licht der Welt,

hell erstrahlt dein Glanz von Weihnachten und erleuchtet die Welt und uns Menschen mit deiner Liebe.

Dass dein Licht der Liebe und Barmherzigkeit sich ausbreite – darum bitten wir.

Wir bitten um dein Licht der Liebe für alle, die gerade in Dunkelheit leben: für die Fragenden und Zweifelnden,

für die Leidenden und Trauernden,

für die ohne Halt und ohne Vertrauen.

Schenke Licht und Wärme in ihre Dunkelheit hinein.

Wir bitten um dein Licht der Liebe für uns und unsere Kirche.

Dass wir austeilen, was wir zu Weihnachten von dir empfangen haben,

dass wir zu glaubwürdigen Botinnen und Boten deiner frohmachenden Nachricht werden. Lass dein Licht auch durch uns hineinleuchten in den Alltag der Welt.

Wir bitten um dein Licht der Liebe für diese Welt, die von so vielen schwierigen Ereignissen gebeutelt ist.

Schenke einen wachen und kritischen Geist, aber auch ein weiches und hörendes Herz im Umgang mit allen offenen Fragen und Problemen, auf die wir weltweit eine gemeinsame Lösung finden müssen.

Dein Licht, guter Gott, dem die Könige nach Bethlehem folgten, zeige auch uns und aller Welt den Weg. Amen.

Als Lieder der Woche sind uns vorgeschlagen: Eg 410 Christus, das Licht der Welt

Eg 441 Du höchstes Licht, du ewger Schein

 

Segen

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns seinen Frieden. Amen.

 

 

Kollektenhinweis:

Die Kollekte am heutigen Sonntag ist für Diakonische Einrichtungen innerhalb der EKiR bestimmt.

Unter diesem Link finden Sie eine Auflistung unterschiedlicher Einrichtungen. Hier können Sie gerne auch online spenden: https://www.kd-onlinespende.de/organisation/ev-kirche-im-rheinland/display/frame.html

 

Neujahrsandacht - Start der Evangelischen Emmaus-Gemeinde Lohmar

Silvester-Andacht

Videoandacht zum 2. Weihnachtsfeiertag

Videoandacht zum Heiligen Abend

Taizeandacht

Ernte Dank 2020

Ein Dankfest in diesem schwierigen Jahr - Danke sagen mitten in dieser Pandemie: Geht das?

Gottesdienst zu Mittsommer und Johannistag     21.6.2020

Liturgie Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

Predigt  Vikarin Inga Waschke

An der Orgel Margarita Wanner

Gesang Wolfgang Reisert

Andacht zum Sonntag Trinitatis  (7.6.2020)

Liturgie Vikarin Inga Waschke

Predigt Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer

An der Orgel Margarita Wanner

Gesang Wolfgang Reisert

 

 

 

Zum Sonntag Exaudi am 24.05.2020

Zum Sonntag Rogate am 17.05.2020

Andacht zum Sonntag Rogate am 17.05.2020

zum Sonntag Kantate  am 10.05.2020

Gottesdienste werden jetzt digital gefeiert

Wo sind im Kirchenkreis Gottesdienste als Audiodatei oder Video oder livestream zu finden?

Andacht zum Hören, Mitmachvideo für Kinder, Livestream, Videogruß...

 Eine Terminübersicht über digitale Gottesdienste in der Evangelischen Kirche im Rheinland finden sie hier.